Schokokuchen mit Fondant


Vor einiger Zeit habe ich zum ersten Mal einen Kuchen mit Fondant ausprobiert (Fondant ist eine zuerst weiche Masse aus gaaanz viel Puderzucker, die u.a. zum Überziehen und Verzieren von Kuchen verwendet wird). Meine Erlebnisse dazu wollte ich euch nicht vorenthalten. =)
Zu allererst kommt die Vorbereitung. Ich war dazu in einem Backzubehörshop tief in Berlin-Charlottenburg namens Backilisius. Dies ist ein kleiner, feiner Laden, in dem es eine große Auswahl an Backformen, Ausstechformen und Ratschlägen der Besitzerin gibt.
Hier habe ich dann ein paar Hilfen für meine ersten Fondant-Versuche erstanden. U.a. habe ich mir diese Rosenblätterausstecher sowie Plastiknägel besorgt.



Danach ging es in den Supermarkt, um hier eine unheimliche Anzahl an Puderzuckerkartons zu kaufen.

Zu Hause angekommen, habe ich mich erstmal an die Kuchenbodenproduktion gemacht. Dieser sollte einen Tag ruhen, um ihn danach mühelos weiterverarbeiten (u.a. schneiden) zu können. Eigentlich sollte man hier eine Kuchenart wählen, die nicht allzu süß ist, aber das funktionierte bei meinem ausgewählten Rezept nicht so richtig…
Ich hatte mich nämlich für folgendes Rezept entschieden. Dazu backt man zuerst eine Art Biskuitboden, der daraufhin mit Zuckersirup eingestrichen wird.

Schokokuchen mit Fondant
Hier ist das Rezept:
Rührkuchen
200g weiche Butter
200g Zucker
2 Eier (Größe M)
200g Mehl
½ Fläschchen Backaroma (wahlweise Vanille, Rum, Zitrone, Orange)

Die Butter mit dem Zucker und Aroma verrühren, bis die Masse cremig ist. Die Eier kurz in einer extra Schüssel schlagen und nach und nach zu der restlichen Masse geben. Anschließend ein wenig Mehl unterheben. Wenn sich diese Masse gut verbunden hat, das restliche Mehl vorsichtig unterheben. Nur den Springformboden (Ø 20cm) fetten und den Teig in die Form geben und glatt streichen. Der Teig kann am Rand ruhig etwas höher sein als in der Mitte, da der Kuchen in der Mitte höher aufgehen wird.
Bei 180°C Ober-/Unterhitze knapp 45 Minuten backen.
Nach dem Backen, wenn der Kuchen noch warm ist, mit Zuckersirup bepinseln.
Dieser wird aus 3 Esslöffeln Wasser und 75g Zucker hergestellt. Diese Zutaten müssen in einem flachen Topf kurz aufkochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Anschließend wird dieser Sirup wieder mit einigen Tropfen Backaroma versetzt.

Den Kuchen habe ich nach dem Auskühlen in Alufolie eingewickelt über Nacht im Kühlschrank liegen lassen.

Am nächsten Tag machte ich mich an die Herstellung des Fondants. Das kann man auch fertig in ausgewählten Fachgeschäften erwerben, aber das ist mir erstens zu teuer und zweitens macht Selbermachen doch auch mehr Spaß. =)

Hier das Rezept, welches ich dazu verwendet habe:
Fondant
4 g         weiße, gemahlene Gelatine
3 EL      Wasser
10 g       Traubenzucker
10 ml     Wasser
700 g     Puderzucker
45 g       Kokosfett
Speisefarben nach Belieben

Zuallererst muss die Gelatine mit den 3 Esslöffeln Wasser vermischt werden und 10 Minuten quellen. Danach kurz in einem Topf erwärmen (nicht kochen). Gleichzeitig das restliche Wasser mit dem Traubenzucker erwärmen. Beide Massen anschließend vermischen. Daraufhin etwas Puderzucker mit dem elektrischen Rührer unterrühren. Das Kokosfett in einem Topf verflüssigen und nach und nach abwechselnd mit dem restlichen Puderzucker zu der Masse geben. Am Ende mit der Hand weiterkneten.


Den Boden waagerecht teilen und den untersten Boden mit Buttercreme bestreichen. Anschließend den zweiten Boden drauf legen und leicht andrücken. Die restliche Buttercreme oben und am Rand verstreichen. Kuchen in den Kühlschrank stellen.

Buttercreme
1 Päckchen Vanillepudding
380 ml Milch
3 EL Zucker
180 g Butter
ca. 20-30 g Kakao

Den Vanillepudding wie auf der Packungsanleitung beschrieben aufkochen. Dazu jedoch die reduzierte Milchmenge von 380 ml und nur 3 EL Zucker verwenden. Pudding in eine Glasschüssel füllen und gelegentlich umrühren oder mit Frischhaltefolie bedecken, so dass sich keine Haut bildet. Nach dem Abkühlen Pudding mit dem Rührgerät wieder aufschlagen und die weiche Butter nach und nach unterrühren. Je nach Belieben Kakao hinzufügen.

Die fertige Fondantmasse zwischen Frischhaltefolie so ausrollen, dass die Fläche etwas größer als der Kuchen ist. Folie entfernen und die Masse vorsichtig auf dem Nudelholz aufrollen und auf dem Kuchen wieder abrollen. Masse vorsichtig andrücken - zuerst oben, dann an den Seiten. Die überstehende Masse abschneiden und wieder zusammenkneten.  
Ein bisschen Speisefarbe in die restliche Masse geben, um das Ganze etwas farbenfroher zu machen. Das so gefärbte Fondant habe ich dann für die Blütenproduktion verwendet. Dazu mit dem Ausstecher oder mit einem Messer einzelne Blüttenblätter herstellen. Diese dann zu einer Blüte formen und trocknen lassen. Anschließend auf den Kuchen legen. Fertig.

Kommentare:

  1. Machst du das Fondant immer selbst? das ist doch furchbar viel Arbeit oder nicht?!

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    1. Hallo!
      Nein, mittlerweile kaufe ich Fondant nur noch. Das ist wirklich viel weniger Arbeit, aber leider auch teurer.
      Immer öfter tauchen aber im Netz Rezepte zu Marshmallow-Fondant auf. Das werde ich wohl demnächst mal testen. =)
      Süße Grüße
      Katarina

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